Lass nun ruhig los das Ruder. Dein Schiff kennt den Kurs allein.
Du bist sicher. Schlafes Bruder wird ein guter Lotse sein.
Heimkehren in den guten Hafen über spiegelglattes Meer,
nicht mehr kämpfen, ruhig schlafen, nun ist Frieden ringsumher.
Und das Dunkel weicht dem Licht, mag es noch so finster scheinen.
Nein ... hadern dürfen wir nicht, doch wir dürfen weinen.
(Reinhard Mey)
Worte, die bleiben
Die Zeit, nachdem man einen Menschen verloren hat, ist schmerzhaft und intensiv. Die Leere, die durch den Tod entsteht, lässt sich nicht einfach füllen, auch nicht durch Worte und Rituale. Aber beides kann beim Abschied helfen.
Wenn wir gemeinsam über die Verstorbenen sprechen, ihr Leben mit allen Licht- und Schattenseiten würdigen, wird die Erinnerung leichter und reicher.
In der Ausnahmesituation, die der Tod immer bedeutet, möchte ich für Sie eine Feier gestalten, die einen versöhnlichen Abschied ermöglicht.
Eine angemessene Feier kann so verschieden sein wie die Menschen selbst: vielleicht schnörkellos und bodenständig, vielleicht spirituell oder künstlerisch. Meine vielfältigen beruflichen Erfahrungen helfen mir, die richtigen Worte zu finden.
Nichts geht verloren.
Alles wird nur verwandelt.
(Michael Ende)
Sprache ist meine Welt und mein Handwerkszeug
Ich bin zertifizierte Trauerrednerin mit einer langen, intensiven Ausbildung. Der Berufswunsch ist entstanden, nachdem unser erster Sohn am Plötzlichen Kindstod gestorben ist. Unser zweiter ist ein Wirbelwind und eine große Freude.
Die schöpferische Arbeit mit Worten war schon immer Mittelpunkt meines Lebens. Als Literaturübersetzerin und Autorin habe ich fast 50 Bücher veröffentlicht und wurde mehrfach ausgezeichnet. Ich habe ehrenamtlich eine Bibliothek geleitet, als Museumsführerin skandinavische Gruppen betreut und beim Queer Film Festival hinter den Kulissen gearbeitet.
Mein Ruhepol ist die interreligiöse "Kirche der Stille" neben dem Hospiz im Helenenstift, wo ich geheiratet habe und dann als Hüterin aktiv war. Ich engagiere mich gern an Kulturorten, die Menschen zusammenführen, vom Festival KinderKinder bis zum Magnus Hirschfeld Centrum für LGBTQ+. Mit meiner Frau und meinem Sohn lebe ich in Hamburg-Lokstedt.
Wie arbeite ich als Trauerrednerin?
Im engen Kontakt zu dem gewählten Bestattungsunternehmen sorge ich dafür, dass die Feier ein tröstender und persönlicher Abschied wird.
Nach einem ersten kurzen Kontakt per Mail oder Telefon würden wir uns ein oder zwei Mal persönlich treffen. Das kann bei Ihnen zu Hause oder an einem von Ihnen gewählten Ort stattfinden. Vielleicht dort, wo der verstorbene Mensch gewohnt hat, weil es in der vertrauten Umgebung leichter fällt, über sein Leben und Sterben zu sprechen.
Vermutlich gibt es Lieder, Texte oder Erinnerungsstücke, die Ihnen besonders wertvoll sind? Wenn Sie mir von ihnen erzählen, kann ich die Feier darum ranken. Sie können mir auch schriftliche Dokumente wie Hochzeitszeitungen oder Jubiläumsreden mitgeben. Wenn Sie möchten, kontaktiere ich hinterher noch telefonisch Verwandte oder Freunde, die beim Gespräch nicht dabei sein konnten.
Vielleicht ist es Ihnen oder Menschen aus dem engeren Kreis wichtig, bei der Beerdigung selbst einen Part zu übernehmen. Dann mache ich das organisatorisch möglich. Oder Sie möchten die Feier ganz in meine Hände legen, weil Ihnen alles zu viel wird? In dem Fall brauchen Sie sich um nichts weiter zu kümmern.
Ich gestalte aus den gesammelten Erinnerungen eine sehr persönliche Zeremonie, bette die Lebenserzählung in Texte und Lieder ein. Am Ort der Trauerfeier – sei es eine Kapelle, ein Schiff oder eine Lieblingsstelle voller besonderer Erinnerungen – lasse ich aus Musik und Worten ein harmonisches Ganzes entstehen
Ich begleite Sie und die Trauergäste bis ans Grab, wenn das gewünscht wird, und spreche dort die letzten Abschiedsworte.
Auf meinem Weg zur Freien Rednerin habe ich mich von einigen wunderbaren Menschen führen und anleiten lassen:
- der Trauerrednerin Annette Rosenfeld
- dem Team von „Trostwerk: Andere Bestattungen“
- der Achtsamkeits-Trainerin Larissa Stierlin Doctor
- der Stimmlehrerin Anne Heeg
Ich habe die Ausbildung mit Zertifikat abgeschlossen.
Honorar
Das Honorar einer Trauerrednerin bewegt sich meistens zwischen 400 - 650 € (inkl. MwSt.). Ich liege preislich in der Mitte. Darin enthalten sind 1-2 Vorgespräche, Recherche- und Organisationsarbeit, Anfahrtswege, die Beerdigungsfeier, bei Wunsch auch Geleit ans Grab. Wenn Sie möchten, erhalten Sie die Rede anschließend in gedruckter Form. Sollten die Vorgespräche länger als 4 Stunden dauern oder die Anfahrtswege insgesamt mehr als 3 Stunden, berechne ich einen Aufpreis.
Sollten Sie Bürgergeld beziehen und Schwierigkeiten mit der Bezahlung haben, lassen Sie es mich bitte gleich zu Anfang wissen. Dann finden wir gemeinsam eine Lösung.
Kontakt
Worte, die bleiben
Dr. Ulrike Raimer-Nolte | Stresemannallee 22a | 22529 Hamburg
mail[at]ulrike-nolte.de | 040 - 20003082 | (0177-5740704)